Die Villa an der Strandpromenade in Heringsdorf wurde ca. um 1910 von dem Berliner Architekten Schapiro als Bauherr im Kolonialstil (mit überdachten Logien im Erdgeschoss) für sich und seine Familie errichtet. Sie trug bis 1936 den Namen seiner Tochter “Gabi Nora”.
1936 erwarb der Sparkassendirektor Gustav Kühl die Villa und benannte sie nach seiner Frau “Villa Ilse”. Während der Aktion Rose im Jahr 1953 wurden von der SED nahezu alle Gästehäuser auf Usedom enteignet, um sie vom Feriendienst des FDGB nutzen zu lassen. Die Villa Ilse blieb im Besitz der Fam. Kühl und wurde als Ferienheim “ Bruno Kiesler” an den FDGB vermietet.
Die Familie Kühl und deren Erben wohnten in einem Anbau des Hauses bis nach der Wende und begannen sofort 1990 mit der Sanierungsplanung des maroden Gebäudes. Doch erst mit dem Verkauf der alten Bausubstanz begann auch für dieses Haus die Nachwendezeit. In den Jahren 1994/1995 wurde die Villa von der neu gebildeten Eigentümergemeinschaft umfassend erweitert und saniert. Dem Flensburger Architekten Hoffman ist es gelungen, bis ins Detail die in Heringsdorf einzige im Kolonialstil gebaute Villa zu erhalten und in den Neubauteilen fortzuführen. Die exklusiven Wohnungen zeigen sich heute lichtdurchflutet auf höchstem Niveau und werden allen Ansprüchen gerecht.
Zum Ausdruck des nunmehr dritten Lebensabschnittes der Villa gaben wir ihr in Anlehnung an den vom Erbauer gewählten Baustil der Kolonialzeit in Namibia den Namen
“ Villa Caprivi ”.

